ZeitzeicheN
1. Kategorie Einzelpersonen
2. Kategorie Initiativen
3. Kategorie Kommunen
4. Kategorie Unternehmen
Zeitzeichen - Ideen
5. Kategorie „lokaler Klimaschutz“
6. Kategorie „Bildung für Nachhaltigkeit“
7. Kategorie „Nachhaltige Stadt- und Gemeindeentwicklung"
Jürgen Ludwig, Arnstadt
Bereits seit den 80er Jahren ist Jürgen Ludwig ein unermüdlicher Streiter im Sinne stadtökologischer Konzepte und Initiativen. Mit seinen Projekten konnte er bis heute auch eine breite Ausstrahlung in die Region Mittelthüringen und den Ilm-Kreis erreichen. Jürgen Ludwig ist ein anerkannter Wegbereiter nachhaltiger Vernetzung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem, und er hat entscheidend dazu beigetragen, dass nachhaltige Entwicklung seit 2008 zum festen Bestandteil Thüringer Landespolitik geworden ist.
Angelika Janz, KinderAkademie Uecker-Randow
Die Initiatorin der KinderAkademie organisiert und betreut schon seit 1995 eine erfolgreiche sozio-kulturelle und umwelt- und naturbezogene Arbeit mit Kindern ab Vorschulalter.
In einer von hoher Arbeitslosigkeit und Abwanderung betroffenen Region gelingt es Angelika Janz seit Jahren, mit ihren Aktionen und Initiativen auch eine wichtige Wertevermittlung für die nachwachsende Generation zu sichern. In mehreren generationsübergreifenden Projekten führt sie mit hohen Synergieeffekten Alt und Jung in der Region zusammen.
Bürgerprojekt "20 grüne Hauptwege", Berlin
In der Zusammenarbeit mit je einem verkehrspolitischen- und einem umweltpolitischen Mitgliederverband hat das Bürgerprojekt für Berlin die Planung eines stadtweit durchgängigen grünen Hauptwegenetzes für Fußgänger initiiert, erprobt und in Form eines speziellen Stadtplans realisiert. Damit gelang dem Bürgerprojekt nicht nur die Schaffung eines neuartigen Informationsmittels, das sich inzwischen reger Nachfrage erfreut. Mit dem Anliegen wurde auch erreicht, ein gesamtstädtisches Thema medienwirksam zu besetzen und einen hohen Anteil von Bürgern zu mobilisieren.
Stadt Ludwigsburg
Seit 2004 besitzt Ludwigsburg ein Stadtentwicklungskonzept, das alle kommunalen und gesellschaftlichen Kräfte konstruktiv zusammenführt und eine breite Basis für eine neue Kultur urbaner Kommunikation und Kooperation zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft geschaffen hat. Mit dem Stadtentwicklungskonzept konnten Multiplikatoren verschiedener gesellschaftlicher Bereiche gewonnen werden, die erfolgreich eine breite Öffentlichkeit mobilisieren. Das Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Ludwigsburg kooperiert bereits mit dreiundzwanzig deutschen und anderen europäischen Städten. Sein Kompetenzzentrum verknüpft überzeugend die Zielstellungen der Nachhaltigkeit mit der regionalen Wirtschaftsentwicklung.
Falter Fruchtsaft GmbH, Heddesbach
Erstmals führte die enge Zusammenarbeit eines Fruchsaftherstellers mit einem Agenda-Büro zu einem Produkt, das einerseits ökologisch wertvolle Streuobstbestände und die regionale Landwirtschaft unterstützt und andererseits durch den Ankauf philippinischer Mango- und Maracuja-Grundstoffe zu fairen Preisen einen wirksamen Beitrag zur Existenzsicherung der dortigen Kleinbauern leistet.
Die Falter Fruchtsaft GmbH erbringt mit ihrem Vertriebsmanagement damit einen "geschmackvollen Beitrag", globales Denken und regionales Handeln in sinnvoller Weise zu verbinden.
AOVE Regionalentwicklungsgesellschaft, Landkreis Amberg-Sulzbach
Die neun in einer Gesellschaft zur Entwicklung ihrer Heimatregion zusammengeschlossenen Kommunen haben einen strategischen Ansatz zur Sicherung ihrer zukünftigen Energieversorgung gewählt: Sie werden einen gemeinsamen Energieentwicklungsplan erstellen. Dieser Plan berücksichtigt neben der Umstellung auf erneuerbare Energien ein umfassendes Energiesparkonzept und die breite Einbeziehung des Wissens der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.
Kinderumweltzeitung, Gelsenkirchen
Gelsenkirchen profiliert sich als Bildungsstandort, der ganz auf Nachhaltigkeit setzt.
In diesem Sinne hat eine Arbeitsgemeinschaft aus dem Umweltreferat der Stadt Gelsenkirchen, dem Pressebüro cub&godau und dem örtlichen Agenda21-Büro die Idee der „Kinderumweltzeitung (KUZ)“ entwickelt und damit in der Kategorie „Bildung für Nachhaltigkeit“ gewonnen. Die KUZ wird zukünftig einen Lokalteil enthalten, in dem Kinder für Kinder über Umweltthemen schreiben werden. Der Clou an der Idee: An vielen Schulen in ganz Deutschland sollen Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren in Lokalredaktionen an der Gestaltung der KUZ mitwirken und sich vernetzen. Die erste Lokalredaktion entsteht in Gelsenkirchen.
Haushaltsenergieberatung, Leipzig
Die Gastgeberstadt der Auszeichnungsfeier ist auch Heimat eines Preisträgers. Der Caritasverband aus Leipzig und die dort ansässige Organisation Ökolöwe - Umweltverbund Leipzig e.V. haben die Jury mit ihrem Konzept der Haushaltsenergieberatung in einem Sozialzentrum überzeugen können. Steigende Betriebskosten für das Wohnen, die besonders sozial benachteiligte Personen treffen, werden zukünftig durch gezielte Energieberatung in betroffenen Haushalten gemildert. Als Berater wird ein Personenkreis über das Sozialzentrum qualifiziert, der selbst von hohen Betriebskosten betroffen ist und sein Wissen gezielt und angemessen weiter geben kann.
Alle Preisträger sind aus Sicht der Jury wegweisend für die Verankerung von Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung in deutschen Kommunen. Die Vergabe von ZeitzeicheN wird unterstützt von
Die Ausrichter des Netzwerk21Kongresses – GRÜNE LIGA Berlin, CivixX, IZT, aduno – und die Deutsche Umwelthilfe gratulieren allen Preisträgern des Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreises ZeitzeicheN ganz herzlich zur Auszeichnung.