Hintergrund zum Netzwerk21-Kongress
10 Jahre nach dem Start lokaler Agenda-21-Prozesse in Deutschland stehen lokale Nachhaltigkeitsinitiativen vor den Fragen:
- Können mit den bisherigen Strategien und Handlungsmustern die kommunalen Probleme gelöst oder zumindest gelindert werden?
- Wie nehmen Außenstehende die Nachhaltigkeitsinitiativen wahr?
- Sind Nachhaltigkeitsinitiativen selbst auch auf Zukunftsfähigkeit ausgerichtet?
Mit dem 1. Netzwerk21-Kongress am 17./18. September 2007 wurden die lokalen Initiativen eingeladen, sich wieder stärker zu vernetzen, gegenseitig Impulse auszutauschen, aber auch Anforderungen an die Verantwortlichen in Bund und den Ländern zu formulieren, damit die Initiativarbeit auf der lokalen Ebene wieder gestärkt werden kann.
Durch den Kongress sollen hauptsächlich Vertreter/-innen von lokalen Agenda-Prozessen und anderen lokalen Initiativen mit thematischem Bezug zu nachhaltiger Entwicklung, Verwaltung und Politik angesprochen werden. Daneben gehören Vertreter von Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Medien zu den Hauptzielgruppen.
Der Tagungsort soll Jahr für Jahr wechseln, um so immer wieder in anderen Regionen besondere Impulse geben zu können. Nach dem Start in Berlin findet der zweite Kongress in Sachsen und der dritte voraussichtlich in Nordrhein-Westfalen statt.
Neben impulsgebenden Vorträgen und Diskussionsrunden bilden Workshops und anderen interaktive Arbeitsformen den Kern der Tagung. Themen des ersten Kongresses waren beispielsweise Klimaschutz, Nachhaltige Stadtentwicklung, Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltige Lebensstile, Regionale Wirtschaftsentwicklung, Kinder- und familienfreundliche Kommunen, Biodiversität und „Eine Welt“. Daneben wurden auch methodischen Fragen wie der Einbindung wichtiger Akteure, der Förderung von Bürgerengagement oder Instrumenten der Kommunikation ein breiter Raum eingeräumt. Die Verbesserung der Wahrnehmung und Wirksamkeit von Nachhaltigkeitsinitiativen wird sich als roter Faden durch die Kongresse ziehen.
Im Rahmen des Kongresses wurde 2007 außerdem erstmals der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis Zeitzeichen in mehreren Kategorien verliehen. Hiermit sollen insbesondere Personen und Initiativen geehrt werden, die sich über einen längeren Zeitraum wirksam und sichtbar um nachhaltige Entwicklung auf der lokalen Ebene verdient gemacht haben.
Der Kongress wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt finanziell gefördert sowie durch Sponsoren unterstützt. Weitere Partner sind beispielsweise die Kommunalen Spitzenverbände, der Rat für Nachhaltige Entwicklung und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt.