Netzwerk 21 Kongress

Bundesweiter Fortbildungs- und Netzwerkkongress für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen [www.netzwerk21kongress.de]





ZeitzeicheN-Preisträger im Jahr 2012 [Netzwerk21Kongress]



Die ZeitzeicheN-Preisträger 2012


Auf dem sechsten Netzwerk21Kongress in Erfurt (15./16. Oktober 2012) sind traditionell die diesjährigen ZeitzeicheN-Preise vergeben worden. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Ratssaal des Rathauses zu Erfurt wurden mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN die folgenden Preisträger geehrt.

Kategorie Kommunen



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Mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN in der Kategorie Kommunen wurde die Gemeinde Alheim für ihr Generationen-Netzwerk ausgezeichnet.

„Alheim hat sich in den letzten Jahren im Bereich der nachhaltigen Bildung und Entwicklung, Generationen-Netzwerke, im Klima-, Umwelt- und Naturschutz einen Namen gemacht“, so Dr. Ralf Bleicher, Deutscher Landkreistag und Mitglied im Beirat des Netzwerk21Kongresses. Eine hessische Gemeinde mit mehr als fünftausend Einwohnern hat sich mit pfiffigen Ideen im Bereich der nachhaltigen Bildung und Entwicklung schon seit Jahren einen Namen gemacht. Die Konzepte der Alheimer Modellprojekte reichen von der sozialen Energiewende, nachhaltiger Bildung der Generationen bis zur interkommunalen Zusammenarbeit.

So fördert die Gemeinde mit einem Projekt den Zuzug junger Familien und gleichzeitig die Wiederbelebung der durch den demografischen Wandel bedrohten Ortskerne.

Kategorie Jugend



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Mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN in der Kategorie Jugend wurden die Evangelischen Jugendzentralen Otterbach/Lauterecken und Rockenhausen für ihre Aktion Dorfleben gewürdigt.

Mit ihrer Aktion bringt die evangelische Jugend in der Nordpfalz die Menschen des Dorfes, ob Alte und Junge, Zugezogene oder Alteingesessene, wieder näher zusammen. Jugendliche organisieren an den Wochenenden im Bunde mit Politik, Kirche und Vereinen gemeinsame Projekte, die zunächst zum Miteinander-Reden statt Übereinander-Reden führen und ihr Dorf wieder neu als Gemeinschaft erleben lassen.

Ein großes Plus dabei ist die Freiwilligkeit allen Tuns. Das Ehrenamt wird hier zum Katalysator gesellschaftlicher Integration. „Diese Jugend stellt Fragen ... Sie fördert das Networking und die Zusammenarbeit und nutzt Synergieeffekte im Sinne der Dorfgemeinschaft“, so Christa Reichard, Mitglied im Beirat des Netzwerk21Kongresses.

Kategorie Initiativen



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Mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN in der Kategorie Initiativen wurde das Umweltzentrum Chemnitz / Agenda21-Initiative für die innovative und vernetzte Umsetzung der Thematik „Fairer Handel / Beschaffung“ gewürdigt.

Chemnitzer Nachhaltigkeitsakteure haben sich unter dem Dach des Umweltzentrums zusammengefunden und ein gemeinsames Thema erfolgreich auf den Weg gebracht: Fairer Handel und Beschaffung sind ein gemeinsames Anliegen der Kommune geworden, kooperative Aktionen wie der fair gehandelte Chemnitz-Kaffee oder die Stadtschokolade verwandelten graue Theorie in schmackhafte Praxis. Vieles hat das Chemnitzer Umweltzentrum im Rahmen des Agenda21-Prozesses initiiert und erfolgreich gestaltet. Mit dem Preis werden das bürgerschaftliche Engagement auf regionaler Ebene, innovative Lösungsansätze und neue Ideen zum Thema Nachhaltigkeit gewürdigt.

Außerdem wurden nominiert: fesa e.V. (Freiburg i.Br.) für die Kampagne „Energieautonome Kommunen“; Allmende-Kontor (Berlin) für den Wissensspeicher und Lernort für urbane Landwirtschaft sowie KoBE-Kompetenzzentrum Bauen und Energie e.V./KoBE-TV Oldenburg.

Kategorie Unternehmen



In der Kategorie Unternehmen wurden zwei Preise vergeben.

„Die Recyclingwerkstatt“ von <ecoresign Hannover

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Mit diesem Projekt gelang es hervorragend, soziale, ökonomische und ökologische Aspekte sinnvoll miteinander zu vereinen. In einer Werkstatt, in der sich ausschließlich gebrauchte Textilien unter den geschickten Händen von Frauen mit Migrationshintergrund in trendige, extravagante Kleidungsstücke und Taschen verwandeln, hat eine Diplom-Designerin die Idee der Nachhaltigkeit ganz praktisch realisieren können.

Dieses erfolgreiche Engagement, das sogar eine temporäre Zusammenarbeit mit einer Drogerie-Kette ermöglichte, ist zu Recht als preiswürdig eingestuft worden. „Aus Sicht des Bundesumweltministeriums würde ich sagen, dieses Unternehmen erfüllt in besonderer Weise die Idee einer nachhaltigen Entwicklung mit Leben“, so Dr. Jutta Emig, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Die GESOBAU AG Berlin

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Die Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau leistet im Berliner Märkischen Viertel mit ihrem Sanierungskonzept einen praktischen und überzeugenden Beitrag zur Energiewende. Mit der energetischen Sanierung tausender Wohnungen bis 2015 sollen bis zu 75% des CO2-Ausstoßes reduziert werden. Bereits die Sanierung der ersten fünftausend Wohnungen bestätigten die Zielsetzungen in der Praxis. Parallel dazu ist es der GESOBAU gelungen, die Wärmeversorgung des Viertels künftig auf erneuerbare Energien umzustellen.

Besonders hervorzuheben ist der soziale Ansatz des Vorhabens, denn die Sanierung erfolgt warmmietenneutral, d.h. es entstehen keine zusätzlichen Belastungen für die Mieter. „Die Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau zeigt im Märkischen Viertel in Berlin, wie die Energiewende praktisch funktioniert“, so Jürgen Reinholz, Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz.

Kategorie Internationale Partnerschaften



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Mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN in der Kategorie Internationale Partnerschaften ist das Projekt „Karlsruher Schülertage“ der Agenda21 Karlsruhe e.V. in Kooperation mit dem Arbeitskreis Schülertage gewürdigt worden.

Schülerinnen und Schüler der Stadt tauschen sich über eine Woche über die Probleme der Gegenwart aus, debattieren solche Themen wie Globalisierung, Nachhaltigkeit, Menschenrechte oder Umweltschutz. Gemeinsam eint sie das Bestreben, sich aktiv einzumischen und für eine bessere Welt aktiv zu werden. Junge Vertreter anderer Länder, in diesem Jahr aus Südafrika, Burkina Faso und Bolivien, vermitteln Einblicke in andere Lebensbedingungen und erfahren viel Neues über die Sichtweisen junger Menschen in Deutschland.

Die Karlsruher Schülertage bieten im Gegensatz zur medialen Schnell- und Kurzinformation den direkten, menschlichen Kontakt. „Denn für den Abbau von Grenzen, Ängsten und vielleicht auch von Vorurteilen ist das persönliche Kennenlernen immer noch der beste Weg“, so Julia Werner, Rat für Nachhaltige Entwicklung und Mitglied im Beirat des Netzwerk21Kongresses.

Kategorie Ideen



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Mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN in der Kategorie Ideen wurde die Regional Versorgt - Energie und Nahversorgung in Bürgerhand eG aus Uffenheim für den ganzheitlichen Ansatz einer Regionalversorgung im demografischen Wandel gewürdigt.

Die Genossenschaft besteht aus Mitgliedern der gesamten Region Neustadt/Aisch, Bad Windsheim und angrenzenden Regionen. Hier wird erstmals der Versuch unternommen, unterschiedliche Themengebiete wie umweltfreundliche Mobilität, die Erzeugung erneuerbarer Energien oder Mehrgenerationsprojekte miteinander zu vernetzen.

Ziel ist nicht nur die finanzielle Rendite, sondern darüber hinaus auch die Erwirtschaftung einer „Lebensqualität-Rendite“. „Das Konzept dieser Genossenschaft mit ihren vielfältigen, regional zugeschnittenen Projekten ist nicht nur ein Vorbild für andere, es ist … auf viele Kommunen in anderen Regionen gut übertragbar“, so Prof. Dr. Rolf Kreibich, World Future Council, Ehrenpräsident IZT.
 
Organisation 2017:
 
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