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Fair-Cup [Netzwerk21Kongress]



FairCup UG


Fair-Cup



Zusammenfassung

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Der Einwegbecher hat die Plastiktüte als Abfallverursacher Nummer eins im Alltag überholt. Es ist so bequem und doch so fatal: 320.000 Einwegbecher werden in Deutschland pro Stunde benutzt & weggeschmissen.
Unnötig, finden Berufsschüler. 2017 sind sie mit dem ultimativen Mehrwegsystem für den To-Go-Becher „Fair Cup“. Der Mehrwegbecher ist aus spülmaschinenfestem Kunststoff & kann 400-mal benutzt werden, bevor er recycelt wird. Der FairCup stillt nicht nur den Kaffeedurst. Er kann noch mehr. Auch Müsli ist in ihm genießbar und das tolle ist: „Ich kann auch noch mein Gewissen beruhigen, indem ich den Pfand für Projekte spende. Somit ist der FairCup nachhaltig, umweltbewusst & geschmackvoll.


Beschreibung der Aktivitäten



Das Konzept:
Schnell unterwegs einen Kaffee geschlürft und dann weg mit dem Plastik- oder Pappbecher. Leider landet der nicht immer im Abfalleimer, sondern wird irgendwohin geschmissen. Es ist so bequem und doch so fatal: 320.000 Einwegbecher werden in Deutschland pro Stunde benutzt & weggeschmissen. Sie gehören zum gängigen Bild des modernen, mobilen Menschen wie das Smartphone: Handy in der einen, Pappbecher in der anderen.
In Göttingen haben wir am 01. Februar mit der Testphase eines Pfand-Mehrwegsystems begonnen und es ausgebaut. Der neue Becher im modernen Design aus 400-mal wiederverwendbarem & recyclebarem Kunststoff wird in allen großen Bäckereien, in Schulen, BBSen, CONTIGO, McClean, McKnitter, myWorx & ifas angeboten. Dadurch haben wir ein gutes Netz über Göttingen gelegt. An fast jeder Ecke kann man den Becher erhalten und nach Genuss wieder abgeben. Es wird ein Pfand erhoben, der einen Anreiz bietet den Becher wieder abzugeben.
Der Flow der Becher wird datenbasiert über einen Server gesteuert, der mit elektronischen Kassen via Internet & auch dem Pfandrücknahmeautomaten verbunden wird. Über den Server wird auch die App mit neuen Daten der teilnehmenden Firmen, Bäcker und Kaffees versorgt, so dass der mobile Konsument gleich sehen kann, wo er seinen Becher wieder abgeben kann. Gleichzeitig kann er sich über die App über das Geschäft informieren.
Der neue Becher wurde nach den Wünschen der teilnehmenden Geschäften angepasst. Aus ihm ist nicht nur der Kaffee-to-Go genießbar. Wir haben weiter Gedacht und ein Triales-System entwickelt, indem wir zwei Deckelsysteme anbieten, indem ich auch Müsli mit Joghurt genießen kann. So haben wir in zweifacher Hinsicht für unsere Teilnehmer einen Nutzen erzeugt, da viele zusätzliche Verpackungen für Frühstücksutensilien anbieten und wir hier gleich ein Mehrwegsystem mitliefern.
Das Hologramm, das unseren Becher einzigartig macht, ist besonders gut für die automatisierte Rücknahme geeignet, da es schwer zu fälschen ist und somit kein Pfandschaden entsteht. Außerdem haben wir mehrere Größen des Bechers im Angebot, um auf unsere Teilnehmer und ihre Produkte angemessen reagieren zu können. Da der Becher nun nicht mehr bedruckt ist, wie unsere Testbecher ist er mehrfach nutzbar und ökologisch, da das Drucken auch Energien verbraucht. Die Becher werden mit einem Stempel versehen, so dass wir daran sehen können, wie lange ein Becher genutzt wird.
Der Becher hat Orte außerhalb Göttingens erreicht und ist auf dem Vormarsch. Eine Vision: „Er wird überall genutzt und sorgt für mehr Klima- und Ressourcenschutz bei vollem Genuss!“
Das System schnell im Überblick:
Das Fair-Cup-Mehrwegsystem stellt wiederverwendbare Becher für Heiß- und Kaltgetränke sowie Müsli für einen Pfandbetrag bereit, die den herkömmlichen Wegwerf-Pappbecher sowie Einweg-Jogurtbecher an Raststätten ersetzen. Nach Gebrauch werden die Becher in Geschäften mit dem Aktionsaufkleber oder in einigen Supermärkten abgegeben, die zum einen selbst die Becher reinigen oder Sie in einer Sammelbox sammeln, damit sie zentral gewaschen und erneut bereitgestellt werden können. Nach Ablauf ihrer Lebensdauer werden sie aussortiert und recycelt bzw. das Material weiterverwendet. Aus hygienischen Gründen ist die Wiederverwendung als Becher nicht möglich, aber als CD-Hülle, Blumenkübel etc.
Anders als bei den bisherigen Mehrwegsystemen werden mit diesem System soziale Projekte sowie Fair-Trade gefördert. Denn das Pfandgeld geht zu 100% bei Auszahlungsverzicht zum Fair-Cup Dachverband e.V., der die Spenden verteilt.
Damit reduzieren wir nicht nur den Müllberg. Wir erzeugen ein faires Bewusstsein und umweltbewusstes Lebensgefühl. Gleichzeitig kann der Konsument sein Gewissen beruhigen, indem er zumindest ab und an auf das Pfand verzichtet und es für soziale aber auch Fair-Trade-Projekte spendet.


Inwieweit und wodurch konnten gesellschaftliche Gruppen oder Akteure neu für dieses Thema gewonnen oder einbezogen werden?



Mehrwegsystem:
Das Mehrwegsystem von Fair-Cup verbindet den Komfort der ToGo-Kultur mit Nachhaltigkeit – umweltbewusst und geschmackvoll. Wir haben somit viele Anbieter von Kaffee-to-Go Produkten erreicht. Aber auch durch unser Triales System, Anbieter für Früstücks- und frische Utensilien, die den Mehrwert des Bechers erkannt haben. Der Fair-Cup verbindet Kontrahenten, wie die Bäckereien, Gastronomiebetriebe, Fair-Tradeanbieter, Kaffeeröstereien, Schüler & Studenten und natürlich den Konsumenten.
Eine Vernetzung erfolgt auch über den Fair-Cup Dachverband, der die Kontakte ins Ausland zu den Regionen in denen Kaffee angebaut wird, hat. Hier sollen Produzenten faire Preise für ihre Waren erhalten, damit sie sich etwas leisten & ihre Kinder Schulen besuchen können. Der FairCup ist nachhaltig, umweltbewusst & geschmackvoll.


Inwieweit und wodurch ist es gelungen eine öffentliche Wahrnehmung für das Thema zu erreichen?



Der Einwegbecher hat die Plastiktüte als Abfallverursacher Nummer eins im Alltag überholt. Es ist so bequem und doch so fatal: 320.000 Einwegbecher werden in Deutschland pro Stunde benutzt und weggeschmissen. Sie gehören zum gängigen Bild des modernen, mobilen Menschen wie das Smartphone: Handy in der einen, Pappbecher in der anderen.
Der Pappbecher ist nicht recycelbar die Ressourcen gehen verloren, bzw. werden verbrannt und dienen der Energiegewinnung. Dennoch brauchen Bäume Zeit um zu wachsen, diese Ressourcen derart zu verschwenden ist haltlos und unökonomisch. Daher machen Städte, Presse und ganze Radioprogramme gegen den Einwegbecher mobil – mehr Wahrnehmung geht nicht.


Wie sollen die Aktivitäten in Zukunft weitergeführt werden?



Wir haben bereits ein Ziel erreicht. Der FairCup kommt in Göttingen an und ersetzt langsam den Pappbecher. Zwei weitere Ziele ist den Pappbecher komplett aus Göttingen zu verbannen und in weitere Städte Einzug zu erhalten. Ein Fernziel ist die überregional oder sogar bundesweite Nutzung.
Damit das Projekt sich durchsetzen kann sind noch weitere Maßnahmen zum Erfolg nötig. Wir entwickeln gerade einen Pfandbecherautomaten, der die Becher annimmt, damit auch große Universitäten ins Projekt einsteigen. Der Becher soll nicht nur für Kaffee genutzt werden, weitere Nutzungsmöglichkeiten sind im Trialen-System verbunden.
Großküchen & eine Logistik für die Reinigung & Verteilung sind nötig. Dies kann die Mensa der Universität/Studentenwerk & MyWorx in Göttingen erfüllen. Jede Stadt verfügt über ähnliche Systeme. Die Kosten dieser Logistik muss dann über das Pfand wieder eingeholt werden.


Ergänzende Bemerkungen



Wir wollen mit unserem System gleich mehrere Verpackungen vom Markt verdammen (Joghurt Verpackungen beim Bäcker, Kaffeebecher) & Müll dauerhaft reduzieren. Auch sollen andere von unserem Luxus partizipieren. Denn wenn wir uns einen Kaffee-im-Gehen leisten können, können wir, für das Produkt auch faire Priese zahlen.Es schont die Umwelt, bürgt ggf. Fluchtursachen aus wirtschaftlichen Gründen vor, ermöglicht Bildung in der sogenannten Dritten Welt & ist einfach nur umweltbewusst & nachhaltig.


weiterführende Informationen 

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