Netzwerk 21 Kongress

Bundesweiter Fortbildungs- und Netzwerkkongress für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen [www.netzwerk21kongress.de]





Aufbau eines Ernährungsrates in Frankfurt am Main [Netzwerk21Kongress]



Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V.


Aufbau eines Ernährungsrates in Frankfurt am Main



Zusammenfassung

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Ziel ist es, die Ernährungssouveränität zurück zu gewinnen und das Thema Ernährung in einem demokratischen Diskurs auf die Tagesordnung zu bringen.

Möglichst viele Menschen sollen an der Idee und Umsetzung teilhaben. Nicht nur weltweit, sondern auch vor Ort läuft vieles schief im Ernährungssystem. Wenn wir global etwas ändern möchten, müssen wir lokal aktiv werden!

Der Ernährungsrat soll Institutionen beraten, um Fehlentwicklungen auszugleichen. Er soll Bürger*innen verschiedener Interessengruppen miteinander vernetzen und durch Arbeitskreise die diversen Themen der Ernährung und des Klimaschutzes bearbeiten.

Getragen vom Verein Bürger für regionale Landwirtschaft u. Ernährung, unterstützt von Initiativen und aktiven Bürger*innen.


Beschreibung der Aktivitäten



Mit der Erlangung unserer Ernährungssouveränität möchten wir nicht nur für den Konsum guter Lebensmittel eintreten, sondern vor allem für Lebensmittel aus regionaler und saisonaler Produktion, die im Vordergrund stehen sollen. Hierzu müßen logistische Herausforderungen gelöst werden. Viele Bio Bauern und regionale Anbieter möchten ihre Produkte in den Städten vermarkten, sei es durch Direktvermarktung, auf Bauernmärkten, in Bio Läden oder in ausgewählten Reformhäusern und Einzelhandelsgeschäften. Auf dem Land sind Initiativen zu unterstützen und zu vernetzen, die ihre Waren in die Stadt bringen möchten.

Hierzu bedarf es einer Logistik, bei der auch Aspekte der Klimaproblematik zu berücksichtigen sind. Bauern müßen sich zur Vermarktung zusammenschliessen. Ab der Stadtgrenze soll versucht werden Produkte komplett klimaneutral zu transportieren. Hierzu sollen Lastenräder (mit und ohne Kühlelemente) eingesetzt werden. Auch muß die Stadt durch Lagerräume zum Austausch der Waren in den einzelnen Stadtteilen erschlossen werden. Austauschnetzwerke sind hier Food-Koops, Stadtteilgruppen, SOLAWIS und weitere Initiativen.

Der Ernährungsrat Frankfurt wird sich mit den Themen der Ernährung beschäftigen, die durch die aktiven Bürger*innen gewünscht werden. Ziel ist hierbei ein großes Netzwerk Aktiver zu schaffen.

Teil der städtischen Ernährung soll verstärkt auch durch Urban Gardening Projekte, sowie die bestehenden Kleingärten erfolgen. Gerade Kleingärtner können Teile der Stadtbevölkerung mit saisonalen Produkten versorgen. Auch hierzu werden Netze gewoben und beispielhaft Tauschbörsen geschaffen. Überzählige Produkte sollen an Menschen weitergegeben werden, die sich teure Bioware nicht leisten können.

Der Ernährungsrat möchte der Stadtverwaltung helfen, regionale Produkte in ausreichender Menge zu beschaffen, um Kitas und Schulen besser als bisher zu versorgen. Das gilt auch für die Versorgung von Kantinen und Krankenhausküchen.

Wir möchten in unseren Arbeitskreisen Ansätze für eine essbare Stadt, aber auch die Versorgung mit Trinkwasser diskutieren und Lösungen vorschlagen.

Darüber hinaus möchten wir das Bewusstsein der Bevölkerung für eine gesunde Lebensweise durch öffentlich wahrnehmbare Aktionen schärfen.
Hierzu gehört es auch, verstärkt Schulbauernhofprojekte zu initiieren und bei der Umsetzung zu helfen.

Das Besondere an unserer Initiative ist, daß wir den Ernährungsrat auf dem Fundament vieler bestehender, alter wie junger Initiativen aufbauen und hier Aktive die bisher nebeneinander her arbeiteten, sinnvoll vernetzen und miteinander ins Gespräch und ins Tun bringen. Institutionen der Stadt und Wirtschaft (IHK) werden dabei implizit einbezogen.

Profitieren soll hierdurch die Stadt als Ganzes und jede/r Bürger*in im einzelnen.


Inwieweit und wodurch konnten gesellschaftliche Gruppen oder Akteure neu für dieses Thema gewonnen oder einbezogen werden?



Im Rahmen der Vorarbeit zum Ernährungsrat in Frankfurt haben sich verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammen gefunden, um die Gründung vorzubereiten. Dies waren z.B. SLOW FOOD, Transition Town Frankfurt, der Bürgerverein, SOLAWIS, aber auch Vermarktungsinitiativen auf dem Land, die die Stadt als Absatzmarkt sehen.

Über unsere Kontakte und Veranstaltungen konnten weitere Initiativen aus unserer Region hinzugewonnen werden, so Kleingärtner, Pächter von Streuobstwiesen, Bio-Verbände, Imker, Jagdverbände, sowie Tier- und Naturschützer (z.B. BUND, Nabu)


Inwieweit und wodurch ist es gelungen eine öffentliche Wahrnehmung für das Thema zu erreichen?



Im Rahmen unserer verschiedenen Beteiligten ist eine öffentliche Wahrnehmung über deren Netzwerke gegeben. In unserer Vorarbeit haben wir bereits einige Gespräche mit Journalist*innen geführt, weitere folgen bis zur Gründung am 30.August.

Weitere Wahrnehmung erreichen wir durch unsere Website, einem Newsletter der Bürger AG und weiteren Newsletter unserer Netzwerkpartner, sowie unserer Facebookseite.


Wie sollen die Aktivitäten in Zukunft weitergeführt werden?



Wir werden den Ernährungsrat am 30.8.2017 unter der Trägerschaft des Vereins Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V. mit Pressebeteiligung gründen. Derzeit haben wir über 200 Interessierte auf unserer Einladungsliste vermerkt, die alle zur Gründung eingeladen sind.

Die weitere Organisation der einzelnen Arbeitskreise (AK) erfolgt durch den bereits bestehenden Lenkungskreis des Ernährungsrates.

Aus den Vorveranstaltungen bestehen bereits jetzt einige AK´s, weitere werden im Zuge der Gründung und danach zu unterschiedlichen Themen nachhaltiger Ernährung, Produktion und Vermarktung und Klimaschutz initiiert.

Der Ernährungsrat wird seine Öffentlichkeitsarbeit in Presse und sozialen Medien nach Gründung verstärken.

Der Lenkungskreis soll um die Leiter*innen der AK`s und durch Personen aus Verwaltung und Wirtschaft ergänzt werden.


weiterführende Informationen 

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